Voller Tatendrang und Hoffnung trat das Herren I von emotion Hinwil am vergangenen Sonntag in Bäretswil zur geplanten Revanche an gegen Bäretswil. Doch zu diesem Spiel später. Zuerst stand mit Mönchaltorf ein nicht zu unterschätzender Gegner auf dem Programm.

Die Partie gegen Mönchaltorf gestaltete sich zuerst doch einigermassen ausgeglichen. Wir konnten den Ball sehr gut kontrollieren, jedoch waren es die Mönchaltorfer welche ab und an mit Nadelstichen ihr Konterspiel aufziehen konnten. Unsere Ballsicherheit und der Ballbesitz halfen uns vorderhand nicht. Trotzdem erzielten wir die ersten Tore. Stück für Stück zogen wir davon, bis wir schliesslich ungefährdet mit 4:0 in die erste Pause gingen. Mönchaltorf war nicht vollzählig, doch war uns nichts desto trotz bewusst, dass diese Mannschaft sich steigern konnte.

Nach der Pause fiel dann erneut ein Treffer für uns ehe sich Mönchaltorf schliesslich doch noch auf der Tafel anmeldete. Doch nur noch ein weiterer Treffer sollte für Mönchaltorf folgen. Wir gewannen dieses Spiel mit 10:2 deutlich und waren bereit für die folgende Aufgabe, die unser Fokus der Runde war.

Im Derby gegen Bäretswil sollte es um eine Vorentscheidung bezüglich Aufstieg oder eben nicht Aufstieg, respektive Qualifikation für die Aufstiegsspiele oder nicht, gehen. Und wie immer in den bisherigen Begegnungen missriet uns der Start gegen Bäretswil. Wir kassierten gleich zu Beginn eine unglückliche 5-Minuten Strafe. Zwar konnten wir die Zeit gut mit 3 gegen 3 ohne Goalie runterspielen. Jedoch kassierten wir dabei auch zwei eher unnötige Tore. Diese Strafe brachte uns vorerst total aus dem Konzept. Sehr ärgerlich, wir hatten uns so viel für diese Partie vorgenommen und nun stand es bereits 0:2. Nun gut, neu Mut tanken und weiter geht es. Doch bereits gab es die nächste Strafe. Wir konnten dabei verhindern, dass es einen weiteren Gegentreffer gab, was für unser Boxplay sprach. Jedoch erzielte Bäretswil danach aus dem Spiel zwei weitere Treffer. Mit dem wenig schmeichelnden Resultat von 0:4 ging es in die Pause.

Nach einer erneuten Kampfansage kehrten wir auf das Feld zurück. Entschlossen, dieses Resultat zu ändern zogen wir auf das Feld. Aber anstatt zu scoren kassierten wir weiter Tore. Schon wieder stand es 6:0 und ehrlich gesagt wussten wir nicht mal, woran es lag. Es passierte einfach, ein zwei Fehler und bereits fiel ein Gegentor. Und Fehler können wir uns gegen Bäretswil einfach nicht zu viele erlauben. Nun gut, der Spielverlauf war auch gegen uns, trotzdem müssen wir es in Zukunft schaffen, früher den Schalter herumreissen zu können. Bereits 8 Minuten vor Ende entschieden wir uns auf 4 Feldspieler zu erhöhen. Mit Erfolg. Wir schafften es Stück für Stück wieder heranzukommen. Jedoch kassierten wir auch zwei weitere Tore, die am Ende den Unterschied ausmachen sollten. Eine Minute vor Schluss stand es nur noch 9:7. 2 Tore in der effektiven Spielzeit, es wäre möglich! Das war uns allen bewusst. Doch kein weiterer Treffer sollte mehr fallen. Wir hatten am Ende alles versucht, jedoch waren wir zu spät im Spiel angekommen und das Format von 2x20min reichte uns nicht, um den Rückstand wettzumachen.

Weshalb wir verloren haben, darüber kann man sich lange streiten. Aber ein Faktor war mit Sicherheit, dass wir nicht dafür bereit waren, was wir tun, wenn es anders als geplant läuft. Wir lassen uns nach wie vor zu leicht von solchen unvorhergesehenen Dingen wie einer 5-Minuten Strafe aus dem Konzept bringen. Daran müssen wir sicher arbeiten und es ist für jeden einzigen von uns eine grosse Herausforderung. Das ist aber auch das schöne am Teamsport, dass es eben dann nur im Team funktioniert, wenn auch jeder mitzieht.

Auch wenn der Aufstieg jetzt in weite Ferne rückt, müssen wir nach vorne blicken und das Positive sehen. Wir sind immer noch an zweiter Position und das in komfortabler Lage. Somit sind wir einen Platz besser platziert als letztes Jahr. Das heisst, wir sind nächstes Jahr an erster Stelle. Die Rechnung könnte nicht einfacher sein.

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