Was macht man an einem Sonntag im Winter, wenn die Temperaturen unter 0 und das Wetter grau und trübe ist? Nein, man sucht nicht die Sonne und geht Skifahren, sondern man lässt sich sportkulinarisch mit Unihockey verwöhnen. So geschehen gestern in der MZH Blatt in Tann bei der Heimrunde des Herren I.

Ein riesen grosses Dankeschön vorab allen Helfern, welche diese Heimrunde möglich gemacht haben. Allen voran Hei Jau Phui (die ersten Buchstaben stehen für den Namen), der wieder einmal souverän alles geleitet und geführt hatte. Aber auch allen anderen, welche unermüdlich Toast um Toast oder Hotdog um Hotdog gemacht haben – mit der ganzen Liebe, die einem innewohnt, wenn man in der Fägy gross geworden ist und dort Hotdogs genossen hat. Okay, als Vegetarier ein unvorstellbarer Tagtraum, aber als Carnivore durchaus Realität.

An dieser Heimrunde also begab es sich, dass das Herren I zuerst die Barracudas aus Romanshorn auf dem sportlichen Speiseplan vor sich hatte. Wie es sich für eine Portion Fisch gehört, waren diese allesamt als einfach nur eine faule, Mannschaft; wie Fisch hald ist, waren auch diese voller Spritzigkeit und schnell bis in die letzte Faser. Ein enges Spiel entwickelte, wo wir auch immer wieder kleine Fehler begingen. Irgendwie gelang es uns nicht 100%ig unser Spiel aufzuziehen. Zwar gingen wir mit 1:0 in Führung durch einen herrlichen Weitschuss von Rutishauser; dieser Wurde aber bald wieder ausgeglichen. Es gelang uns bis auf 3:1 davonzuziehen, auch nach einem wunderschönen Airhook von Aeschbacher. Aber dann kam Romanshorn wieder heran. Beim Stand von 3:3 entschied sich Teamchef El Mourinho Mäder dazu, auf 4 gegen 3 umzustellen und auf Sieg zu gehen. Das 4 gegen 3 funktionierte wie gegen Bäretswil tadellos. Zeder (Dani) gelang es, unsere Farben in Führung zu bringen und sogar bis auf 5:3 zu erhöhen. Der Anschlusstreffer von Romanshorn war dann zu spät, um das Spielgeschehen erneut zu kippen.

Alles in allem ein zu kompliziertes Spiel, haben wir uns doch wieder überraschen lassen, von der kämpferischen Spielweise der Romanshorner, die ihrem Namen der Barracudas alle Ehre machten.

Im zweiten Spiel wartete Mönchaltorf auf uns. Ein Gegner, den wir ein bisschen leicht in der letzten Runde mit 10:2 bezwungen hatten und vor dem wir gewarnt waren. Sie hatten Leader Bäretswil in der Vorrunde immerhin ein 8:9 abgetrotzt. Auch der frühe Rückstand aus unserer Sicht zeigte, dass diese Mannschaft gefährlich ist. Ein Weitschuss vom gegnerischen Torraum aus eröffnete das Skore. Immer wieder gelang es uns nicht wunschgemäss, die Schüsse zu blocken. Ein Manko, welches an dieser Runde immer wieder schonungslos von unseren Gegnern aufgezeigt wurde. Doch irgendwie gelang es uns durch geschickte Einzelaktionen und schnelles Umschalten weitere Tore zu erzielen, so dass unsere defensiven Fehler nicht allzu sehr ins Gewicht fielen. Auch ein sehr starker Goalie, der stärker als Petti zu sein schien, half uns, im Spiel zu bleiben. Das Spiel wog teilweise hin und her, Big Saves auf beiden Seiten. Doch dann auch wieder vermeidbare Gegentore auf Seiten Mönchaltorfs. Ich denke, in diesem Spiel hat man auch wieder einmal gesehen, dass wir mit Faz einen sehr starken Rückhalt hinter uns wissen. Ein sehr emotionales Spiel wurde von einem sehr souveränen Schiri würdig geleitet, so dass es wirklich ein Vergnügen war, harte aber zumeist doch faire Duelle auszutragen. Wenn auch doch das eine oder unnötige Vergehen dabei war, aber von beiden Seiten.

So gewannen wir am Ende wieder klar mit 10:4, nachdem wir vor allem in der zweiten Hälfte den Unterschied machten. Besonders hervorzuheben gilt es Rutishauser, der doch mit seinen Saisontreffern 3-5 zeigte, dass er mittlerweile sein Visier richtig gestellt hat.

Nicht zu vergessen auch die zahlreichen Fans in beiden Matches, die uns unterstützt und die Spiele für uns verschönerten und geniessen liessen, auch wenn es ab und an auf Messers Schneide stand. So können wir auf eine gelungene Heimrunde zurückblicken und freuen uns darauf, mit dem Herren II noch eine weitere Heimrunde auf dem Programm zu haben, wo wir deren Unterstützung an uns zurückzahlen können:)

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