Dont worry – be happy

Motto unserer Spielweise, konnte an diesem Tag vollends umgesetzt werden. Okay, vielleicht ist es mehr gerade das Lied, welches momentan aus meinen Boxen klingt. Trotzdem passt dieser Titel zu der 7. Runde, welche wir im nah entfernten Jona austragen durften. Als Gegner standen uns in der Ecke jeweils The Froni Fighters from Moooooollis und the Pfannen of Stiels of Egg gegenüber. Freiübersetzt heisst Pfannenstiel übrigens Panstalk?! Also heisst Pfannenstiel-Egg auf Englisch Panstalk-Corner? Hört sich das nicht eher nach einer Beschreibung der Vitrine in einem Laden an?

Doch genug der Philosophie und ungeklärten Mythen. Im ersten Spiel gegen Mollis hatten wir aus der Vorrunde eine Rechnung zu begleichen. Das Hinspiel verloren wir mit dem Schrumpfkader von 6 Spielern und der bislang wohl schwächsten Leistung (in Anbetracht der Umstände aber nachvollziehbar). Auf Wiedergutmachung waren also alle aus. Doch benötigten wir dafür einige Zeit und wohl auch die Ruhe und Sicherheit, welche Peter Cuérel im Tor von Hinwil ausstrahlte. Peter hielt alles, was es zu halten gab. So konnten wir vorne Chancen kreieren und schliesslich sogar in Führung gehen. Teamchef Mätthe (bis id Haarspitze-motiviert) Felix erzielte das 1:0. Damit ging es in die Halbzeitpause. An dieser Stelle wünschen wir dem Mollis-Spieler noch gute Besserung, der sich in einem harten Bandenzweikampf mit Zweikampfrowdie Codename A. verletzte (allerdings eher unglücklich).

Nach der Halbzeitpause gelang es Mollis trotz Vorwarnung einen ihrer Airhookspezialisten in Position zu spielen. Dieser liess sich nicht zweimal bitten, zeigte seine vorzügliche Technik und stellte wiederum unter Beweis, dass Mollis wohl über einige der unorthodoxesten Spieler der 2. Liga verfügt. Einmal Wasser runtergespült und weiter gehts. Schliesslich war es praktisch nur noch unsere Mannschaft, die spielte. Mäderinho auf Pass von Andinho (Direktschuss in die nahe Ecke, Zitat Mäder „de hetti nid troffe, wenn en so het welle“). Als nächster war Stefan „No-Hesitation-Shot“ Rothenfluh dran auf Pass von Felix. Wiederum die brasilianische Kombination aus Mäderinho und Andinho, diesmal aber mit Andinho als Torschützen, erhöhte auf 4:1. Schliesslich stand es bis zum Schluss 5:1. Erstmals spielten wir am Ende wirklich taktisch und auf Ball halten. Mollis nahm am Ende zu viele Strafen, um nochmals ranzukommen. Und unser Torhüter Giuseppe Cuérel war ebenfalls zu stark an diesem Tag.

Im zweiten Spiel wartete mit der Nummer 2 der Gruppe eben der Panstalk-Corner auf uns. Das zweite Regal dieses Vereins stellte uns wiederum vor Probleme. Mit ihrem Konterunihockey und teilweise auch sehr risikoreichem Spiel gelang es ihnen bis zur Pause 3:2 in Führung zu gehen. Wir liessen uns zu sehr auf ihren Spielstil ein, der von Konterspiel und vielen Schüssen geprägt ist. Diese sitzen, und wie! Defensive Sicherheit ist unabdingbar und vor allem Ballkontrolle gegen die eher behäbigen aber brandgefährlichen Silberrücken, welche verstärkt mit jugendlichen Wirbelstürmern doch für ordentlich Unruhe in der eigenen Hälfte sorgen können. Dazu benötigen sie einen Gegner, der schnell den Ball wieder hergibt.

Hans Cuérel führte derweil Statistik. Erwähnenswert ist auch Mick, unser allzeit optimistischer Trainer, versprühte an der Bande viel Ruhe und führte uns mit klaren Ansagen durch die Halbzeit. Trotzdem möchte ich Johnny Cuérel nochmals erwähnen, der hektisch wie immer auf der Bank gestikulierte. Okay, das nicht, aber Mufasa Cuérel muss erwähnt werden.

Durch taktische Anpassungen in der Pause war es uns möglich, das Spielgeschehen nach der Pause zu ändern. Stego „No-Hesitation“ Rothenfluh und Pascal „Roadrunner“ Dittli zeigten sich in Skorlaune und führten das Team mit je 2 respektive 3 Toren zu einem 8:5 Sieg. Besonders Roadrunner Dittli zeigte mit van Haaften zwei sehenswerte Kombinationen jeweils mit unterschiedlichem Torschützen/Assistgeber. Und schliesslich konnten wir am Ende auch noch einen unserer zu seltenen Empty-Netter verbuchen. Besonders gegen Schluss der Partie sicherte uns ein starker Faz die eigenen Maschen, so dass wir uns auch hinten keinerlei Sorgen über ein erneutes Aufbäumen der Pan-Stalker machen mussten.

Alles in allem war das eine Runde, in der wir langsam aber sicher aus dem Loch herausgefunden haben, welches uns im Herbst erfasst hatte. Phasenweise weisen wir immer noch taktische Mängel auf, doch wir steigern uns von Runde zu Runde. Im Hinblick auf den Abstieg haben wir uns ein beruhigendes Polster von 8 Punkten auf den 9. Platz erspielt. Somit haben wir bereits in der nächsten Runde die Chance uns den Ligaerhalt zu sichern.

So Long

#21