Im nicht so fernen Mönchaltorf fanden sich die Spieler des Herren I am gestrigen Sonntag Morgen zur 6. Meisterschaftsrunde ein. Einige reisten mit den Langlaufskis an, einige mit dem Schlitten und einige sogar auf einem Rentier. Bei den Inuit in Mönchaltorf fanden wir uns also daraufhin ein im Sportiglu des dortigen Dorfes. Bald wärmten wir uns auf im Iglu und legten unsere Felle ab, um das erste Spiel des Tages gegen Stadel-Niederhasli in Angriff zu nehmen, einem Gegner aus dem Tabellenmittelfeld. Zwar hatten wir in der Hinrunde klar gewonnen, doch waren wir gewarnt, keinen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Wer würde wohl siegreich in sein Dorf zurückkehren und mit dem Skalp des Gegners vor seinen Angehörigen prahlen können?

Stadel Niederhasli erwies sich in den ersten Minuten als ein zäher Gegner. Bereits nach 31 Sekunden durfte sich Dr. Chancentod alias Nathan Aeschbacher vermutlich die Strafenkrone vom verletzungsbedingten abwesend und doch anwesenden Stefan Zeder zurückerobern. Grund war ein zu kurzer Abstand. Doch anstatt einem frühen Rückstand war es dem Dribblingwunder Keller vorbehalten einen Shorthander zu erzielen. Dies bei 3v3 nachdem emotion Patric „The Wall“ Cuérel durch einen 3. Feldspieler ersetzt hatte. Leider musste man dann doch noch den Treffer im Boxplay hinnehmen. In diesem nicht allzu hart geführten Spiel wurden denn auch die Special Teams sehr wichtig, da es unnötig viele Strafen auf beiden Seiten regnete. Mit 5 Zweiminutenstrafen konnte Hinwil einen zweifelhaften Rekord aufstellen. Nicht einmal in den Cup-Spielen war man so erfolgreich im Jagen und Sammeln dieser wenig begehrten Trophäe. Sollte man damit vor den Zuhause wartenden Verwandten prahlen können?

Nein, bald erhöhte das Traumduo van Haaften und Denner auf 2:1 im Powerplay. Weil kurz darauf emotion wieder Powerplay spielen konnte, erhöhte Hinwil auf 3:1. Bis zur Pause war es vor allem der Block um die holländischen Wunderkinder van Haaften und van Keller (irgendwie müssen die doch verwandt sein, so gut wie sie miteinander spielen) der weiter Tore schoss. So stand es zur Pause 5:1. Nach der Pause ging es im selben Stile weiter. Das 7:1 durch van Haaften auf Zuspiel von van Keller war schlicht der Beste. Ein wunderschöner Heber über den Torhüter per Volley aus vollem Lauf ebnete früh die Bahnen zum ungefährdeten Sieg gegen ein nie aufgebendes Stadel-Niederhasli. Als Kurz vor Schluss sogar noch eine zweifelhafte 5-Minuten-Strafe gegen Niederhasli ausgesprochen wurde, stand emotion am Schluss mit 10:3 als klarer Sieger fest.

Skalp 1 wurde somit erfolgreich erjagt. Doch wie sollte es um Skalp 2 bestehen?

Mit Mönchaltorf wartete ein stärkerer Gegner auf die Jäger aus dem Oberland. Allzu gut war die erste Halbzeit in der Vorrunde noch in Erinnerung, als Mönchaltorf Hinwil unter Druck setzen konnte. Da der Dorfschamane von Hinwil, Franz Guggisberg, für dieses Spiel jedoch eine günstige Vogelschau ersehen hatte, stieg man mit positiven Gedanken in dieses Spiel hinein. Nochmals wurden die Speerspitzen geschärft und die Körperbemalung aufgefrischt.

Vor Spielbeginn rechnete man wieder mit derselben Strafenflut, weswegen man versucht war, sich geschickter im Zweikampf anzustellen. Doch wiederum war es Hinwil, welches mit zwei frühen Strafen dem Gegner einen frühen 2:1 Vorsprung ermöglichte. Dank van Keller und van Haaften stand es aber wieder 2:2 zur Pause.

Sternenleser Zeder sprach daraufhin beschwörend auf die Mannen aus dem Oberland ein und befahl ihnen, mehr wie Planeten im Sonnensystem zu rotieren. Die Stammeskrieger nahmen diese Worte auf und schworen sich auf die zweite Halbzeit ein.

Bald zeigten die Anweisungen von Sternenleser Zeder erste Wirkungen. Man kontrollierte das Spiel mit schönen Ballstaffetten. Besonders der gewiefte Wirbelwind Dittli konnte immer wieder für Winkler auflegen. Und was passiert, wenn Scharfschütze Winkler einen freien Schuss bekommt, werden die gegnerischen Torhüter ihren Enkelkindern noch erzählen. Dank dieser Steigerung war es den Hinwilern möglich, auch den zweiten Skalp zu erobern.

Siegestrunken machten sie sich auf den Heimweg zu ihren Verwandten und freuten sich auf ein Fest am Feuer ihrer Iglus.

Durch diese Meisterschaftsrunde hat das Herren I den Vorsprung auf den nächsten Verfolger Traktor Buchberg, auf 6 Punkte vergrössern können. Diese spielten in einem umkämpften Spiel ein überraschendes Unentschieden gegen den Tabellenletzten Bäretswil. Somit wird die Entscheidung über den Aufstieg in der zweitletzten Runde im Direktduell fallen, falls denn Traktor und Hinwil im Soll bleiben und alles gewinnen. Es ist sehr zu hoffen, dass es zu dieser Finalissima kommen darf. Wir hoffen, dass wir dann ein paar Zuschauer mit Schlitten, Rentier oder Langlaufskis für uns gewinnen können.

Ein grosses Dankeschön gilt ebenfalls unserem Verstärkungsspieler vom Herren II, Kay Baumann. Dieser spielte zwei grossartige Spiele und zeigte sich als Vorkämpfer im Spiel um offene Bälle. Zudem darf nicht vergessen werden, dass mit Stefan Zeder und Fabian Mäder zwei wichtige Spieler gefehlt haben – aber nur auf dem Feld. Bemerkenswert, dass beide, obwohl die Spiele früh am Sonntag Morgen stattfanden, zur Unterstützung der Mannschaft angereist waren. So machts Spass.

Vielen Dank

Und wer sich schon immer gefragt hat, wie ein Wäscheständer mit emotion Leibchen von unten aussieht, dem sei folgendes Bild noch ans Herz gelegt.

Wäsche Emotion downunder


1 Kommentar

Matthias · 2. Februar 2015 um 13:01

„mehr wie Planeten im Sonnensystem zu rotieren“, das ist die neue Spieltaktik von emotion Hinwil! 🙂 Soooo guet, Nathan!!

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